Presse

Per Mausklick in die Natur
Die Vielfalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt online erleben

Will man den imposanten Ruf des Seeadlers hören oder den blauen Moorfrosch bei der Balz beobachten, so empfiehlt sich ein Ausflug in die March-Thaya-Auen, eines der bedeutendsten Augebiete Mitteleuropas im niederösterreichisch-tschechisch-slowakischen Dreiländereck. Oder aber man geht auf eine virtuelle Erkundungstour auf www.natura2000amgruenenband.at, wo sechs multimediale Themenwege zum Naturerleben einladen.

Die von Naturfreunde Internationale und Naturschutzbund NÖ im Rahmen des Projekts „Natura 2000 erleben am Grünen Band“ erstellte Website stellt sechs Europaschutzgebiete entlang der niederösterreichischen Grenze – dem so genannten Grünen Band – vor. Im Schatten des Eisernen Vorhangs blieben dort zahlreiche naturnahe Landschaften erhalten, die heute Teil des europäischen Natura 2000 Schutzgebietsnetzwerkes sind. Von den Mooren des Waldviertels über die Aulandschaften an Thaya, March und Donau bis hin zu den Trockenrasen der Hainburger Berge bietet das niederösterreichische Grüne Band einen vielfältigen Lebensraum für zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Zugleich lädt es auch Erholungssuchende auf abwechslungsreichen Wanderungen und Radtouren zum Erkunden der Natur ein.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die charakteristische Tier- und Pflanzenwelt, wie die prächtig gefärbte Smaragdeidechse, die man mit ein bisschen Glück in den Hainburger Bergen oder im westlichen Weinviertel zu Gesicht bekommt, oder der Böhmische Gelbstern, eine stark gefährdete Pflanze der Weinviertler Trockenrasen.

Auf Basis von Google Earth erstellte Karten laden zum Besuch der Gebiete ein und informieren über die tierischen und pflanzlichen Bewohner. Hier lässt sich beispielsweise auch der Verlauf der Lainsitz nach verfolgen, einer unserer wenigen naturbelassenen Flüsse, der sich seinen Weg durch das westliche Waldviertel weitgehend selbst suchen darf und zahlreiche gefährdete Tiere wie Bachneunauge, Flussperlmuschel und Fischotter beheimatet.

„Wir wollen mit unserem Projekt „Natura 2000 erleben am Grünen Band“ vor allem auf die noch eher unbekannten Regionen entlang des Grünen Bandes aufmerksam machen,“ erzählt Andrea Lichtenecker von der Naturfreunde Internationale. „Sechs besonders empfehlenswerte Touren haben wir als so genannte Natura Trails ausgewiesen. Sie werden sowohl auf der Website als auch in handlichen Foldern beschrieben – wer auf Nummer sicher gehen will, kann zusätzlich zu den Wanderkarten und Wegbeschreibungen in den Foldern den Wegverlauf per Google Earth studieren und GPS Daten herunterladen,“ ergänzt Margit Gross vom Naturschutzbund NÖ.

Die multimediale Aufbereitung im Internet bzw. auf DVD ermöglicht ein virtuelles Naturerleben. Natürlich kein vollwertiger Ersatz für den tatsächlichen Aufenthalt in der Natur, aber eine gute Möglichkeit, sich vorab zu informieren oder Kinder und Jugendliche für unsere Naturschätze zu begeistern. Und auch in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen haben so Zugang zu den Naturjuwelen am niederösterreichischen Grünen Band.

Weitere Informationen und Bestellung der Folder und der DVD (kostenlos):

Naturfreunde Internationale
DI Andrea Lichtenecker
Tel: (01) 89 23 877
E-mail: nature@nf-int.org
www.nf-int.org

Naturschutzbund NÖ
Mag. Margit Gross
Tel: (01) 402 93 94
E-mail: noe@naturschutzbund.at
www.noe.naturschutzbund.at

Naturerleben in Niederösterreichs Grenzregion
Auf sechs Themenwegen durch die Natura 2000-Gebiete am Grünen Band

 

Presseaussendung vom 27. Mai 2011

 

Auf abwechslungsreichen Wanderungen oder Radtouren die Europaschutzgebiete in Niederösterreichs Grenzregion kennenlernen – das ermöglichen die sechs Natura Trails der Naturfreunde Internationale und des NATURSCHUTZBUND NÖ, die durch bisher eher wenig bekannte Regionen entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs führen.

Auch abseits der beiden viel besuchten Nationalparks Donauauen und Thayatal laden entlang der niederösterreichischen Grenze zu Tschechien und zur Slowakei zahlreiche landschaftliche Kleinode zum Naturerleben ein. St. Martin im westlichen Waldviertel, wo die frei fließende Lainsitz seltenen Arten wie Bachneunauge, Flussperlmuschel und Fischotter einen Lebensraum bietet, das tief eingeschnittene Thayatal bei Drosendorf, die Weinbaulandschaft im Retzer Raum, deren Trockenrasen eine besondere Vielfalt an gefährdeten Pflanzenarten beherbergen, die March-Thaya-Auen mit ihren ursprünglichen Auwäldern und weiten Wiesen und die Hainburger Berge mit ihrer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt, sie alle können entlang der neuen Natura Trails erkundet werden. Handliche Folder dienen als Wegweiser, ergänzend dazu bietet die Website www.natura2000amgruenenband.at die Möglichkeit zu virtuellen Ausflügen in die Natur mittels animierter Karten mit Informationen zu Tieren, Pflanzen und Lebensräumen, dem Verlauf der Routen in Google Earth und dem Download von GPS-Daten. Einen Überblick über alle Natura Trail Regionen bietet die Broschüre „Natura 2000 erleben am Grünen Band“, die ebenso wie die Folder kostenlos bei der Naturfreunde Internationale und beim Naturschutzbund NÖ bestellt werden kann.

„Die niederösterreichischen Europaschutzgebiete entlang des „Grünen Bandes“ bewahren eine außergewöhnliche Artenvielfalt für künftige Generationen. Mit den Natura Trails wird der Grundgedanke von Natura 2000, die Erhaltung von gefährdeten Tieren, Pflanzen und Lebensräumen in Einklang mit den Bedürfnissen der örtlichen Bevölkerung, kommuniziert und mit einem attraktiven Erholungsangebot kombiniert“, so der niederösterreichische Naturschutz Landesrat Stephan Pernkopf.

„Immer mehr Menschen verbringen ihre Freizeit in der Natur, ein Trend, den sich auch der Naturschutz zu Nutze machen kann,“ so Andrea Lichtenecker von den Naturfreunden Internationale, „Wir wollen mit unseren Natura Trails zu einem rücksichtsvollen und bewussten Aufenthalt in der Natur motivieren, bei dem die BesucherInnen offenen Auges die Kostbarkeiten der heimischen Flora und Fauna kennen und schützen lernen.“

Naturschätze sichtbar machen

Dort wo bis 1989 der Eiserne Vorhang Europa fast vierzig Jahre lang geteilt und die Grenzregionen an den Rand des allgemeinen Interesses gedrängt hatte, blieben zahlreiche naturnahe Landschaften erhalten, die heute als „Grünes Band“ das längste Biotopverbundsystem Europas von Murmansk am Eismeer bis Burgas am Schwarzen Meer bilden.
Niederösterreich hat mit 408 km Grenze zu Tschechien und zur Slowakei Anteil am „Grünen Band“. Von den Mooren des Waldviertels über die Aulandschaften an Thaya, March und Donau bis hin zu den Trockenrasen der Hainburger Berge reihen sich hier 10 Europaschutzgebiete aneinander, die einen wichtigen Bestandteil des europäischen Natura 2000-Schutzgebietsnetzwerks bilden.

Die sechs Natura Trails vermitteln anschaulich, warum diese Regionen von europäischer Bedeutung sind. Margit Gross vom Naturschutzbund NÖ: „Wenn die Bevölkerung versteht, was und warum geschützt wird, entsteht eine Identifikation mit den Schutzgebieten. Dann kann auch ein Dialog über die Chancen, die Natura 2000 für Mensch und Natur bietet, beginnen.“

"Viele Menschen unternehmen weite Reisen, um ihrer Sehnsucht nach unberührten Landschaften nachzukommen. Dabei liegt das Gute so nahe: die vielfältigen Landschaften an Niederösterreichs Grenze eignen sich ausgezeichnet für einen nachhaltigen Tourismus,“ sind Andrea Lichtenecker und Margit Gross überzeugt. Bei den Natura Trails steht eine naturverträgliche Freizeitnutzung im Vordergrund. So verlaufen alle Trails auf bereits bestehenden Wegen, um zusätzliche Eingriffe in die Schutzgebiete zu vermeiden. Bei der Routenplanung wurden besonders sensible bzw. schon jetzt stark besuchte Regionen bewusst ausgespart, zudem wurde Wert auf die Möglichkeit zu einer umweltfreundlichen Anreise mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln gelegt.

Weitere Infos und Bestellung von Natura Trail Foldern (kostenlos):

Naturfreunde Internationale
Diefenbachgasse 36, 1150 Wien
www.nf-int.org

NATURSCHUTZBUND NÖ
Mariannengasse 32/2/16, 1090 Wien
www.noe-naturschutzbund.at

Natura Trail „An der Lainsitz bei St. Martin“ in Harmanschlag eröffnet

Harmanschlag, 26. September 2010

Mit der Eröffnung des Natura Trails " An der Lainsitz bei St. Martin" durch den Bürgermeister von St. Martin, Peter Höbarth ladet nun der vierte von sechs geplanten Themenwegen zum Naturerleben in den Natura 2000-Schutzgebieten im niederösterreichischen Grenzraum zu Tschechien und zur Slowakei ein. Das gemeinsame Projekt von Naturfreunde Internationale und Naturschutzbund NÖ soll der Bevölkerung die Naturschönheiten in den Schutzgebieten entlang des so genannten Grünen Bandes nahe bringen.

Dort wo einst der Eiserne Vorhang eine unüberwindbare Grenze bildete, reihen sich heute zahlreiche Schutzgebiete von europäischer Bedeutung aneinander. Die so genannten Europaschutz- bzw. Natura 2000-Gebiete beherbergen eine besondere Vielfalt an Tieren, Pflanzen und Lebensräumen, die entlang der Natura Trails erlebt werden können. „Besondere Vielfalt bedeutet zugleich auch eine besondere Verantwortung für den Schutz von Natur und Landschaft“, so die EröffnungsrednerInnen, die auch die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von Behörden, Gemeinden und Umweltorganisationen betonten. Ebenso wichtig sei es, die Naturschönheiten der Bevölkerung zu vermitteln – „denn man schützt vor allem das, was man kennt und schätzt“.

„Mit der Gemeinde St. Martin haben wir einen perfekten Partner für die Umsetzung dieses Projektes gefunden. Die reizvolle und ansprechende Gegend um St. Martin bietet optimale Voraussetzungen für ein aktives Naturerlebnis. Das Vorkommen vieler gefährdeter und europaweit geschützter Arten weist auf die Bedeutung dieser Landschaft hin. Doch gerade der lokalen Bevölkerung sowie den Besuchern ist dies wenig bekannt“, so der vom Naturschutzbund NÖ mit der Umsetzung vor Ort beauftragte Ökologe Mag. Axel Schmidt.

Im Sinne des sanften Tourismus und als weiteres Angebot zur Attraktivierung der Gemeinde sieht der Bürgermeister Peter Höbarth dieses Projekt. „Der Themenweg passt zur Positionierung der Gemeinde und ist ein weiterer Schritt in Richtung einer nachhaltigen Regionalentwicklung“, ist Peter Höbarth überzeugt.

Freier Fluss und ursprüngliche Landschaft

Entlang der naturnahen Lainsitz ist eine strukturreiche, kleinräumige und extensiv genutzte Kulturlandschaft erhalten geblieben: Bunte Wiesen wechseln mit Äckern ab, zahlreiche steinige Bühel, Stufenraine und Hecken bereichern die Landschaft. Auf den umliegenden, teils steilen Hängen wachsen naturnahe Mischwälder. Die Strukturvielfalt schafft Lebensräume für viele gefährdete Pflanzen- und Tierarten.

Der Natura Trail „An der Lainsitz bei St. Martin“ ist Teil eines Netzwerks von sechs Natura Trails, die das Naturerleben in Natura 2000-Gebieten am Grünen Band in Niederösterreich fördern. Die Projektwebsite bietet neben dem Download von Foldern und GPS-Daten auch die Möglichkeit, die charakteristischen Arten und Lebensräume mittels interaktiver Karten zu erforschen.

Natura Trail „March-Thaya-Zwickel“ in Hohenau eröffnet

Hohenau, 18. September 2010

Mit der Eröffnung des Natura Trails "March-Thaya-Zwickel" durch den Hohenauer Bürgermeister Robert Freitag lädt der dritte von sechs geplanten Themenwegen zum Naturerleben in den Natura 2000-Schutzgebieten im niederösterreichischen Grenzraum zu Tschechien und zur Slowakei ein. Das gemeinsame Projekt von Naturfreunde Internationale und NATURSCHUTZBUND NÖ soll der Bevölkerung die Naturschönheiten in den Schutzgebieten am so genannten „Grünen Band“ nahe bringen. Der von der Gemeinde Hohenau a. d. March gestaltete Rad-Info-Treff bildet den Startpunkt zu einer spannenden grenzüberschreitenden Radtour.

Dort wo einst der Eiserne Vorhang eine unüberwindbare Grenze bildete, reihen sich heute zahlreiche Schutzgebiete von europäischer Bedeutung aneinander. Die so genannten Europaschutz- bzw. Natura 2000-Gebiete beherbergen eine besondere Vielfalt an Tieren, Pflanzen und Lebensräumen, die entlang der Natura Trails erlebt werden können. „Besondere Vielfalt bedeutet zugleich auch eine besondere Verantwortung für den Schutz von Natur und Landschaft“, so die EröffnungsrednerInnen, die auch die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von Behörden, Gemeinden und Umweltorganisationen betonten. Ebenso wichtig sei es, die Naturschönheiten der Bevölkerung zu vermitteln – „denn man schützt vor allem das, was man kennt und schätzt“.

Wilde Au und weite Wiesen im Dreiländereck

Im March-Thaya-Zwickel haben sich im Zusammenspiel zwischen der Überschwemmungsdynamik der Flüsse und der Tätigkeit des Menschen eine Vielzahl von Lebensräumen entwickelt. Jährlich überschwemmte Feuchtwiesen, trockene Sandrasen, Auwälder und Gewässer bieten zahlreichen gefährdeten Arten Lebensraum. Seeadler, Wachtelkönig, Moorfrosch oder Urzeitkrebs können hier beobachtet werden.

„Dass die March-Thaya-Auen eine Reihe von besondern Naturschätzen bergen und daher zum Europaschutzgebiet erklärt wurden, ist noch wenigen Menschen bekannt. Mit der Errichtung dieses Themenweges sollte das anders werden. Auwälder, Altarme, Wiesenlandschaften und Besonderheiten wie trockene Sandrasen bescheren interessierten Besuchern ein einprägsames Naturerleben, im konkreten Fall verknüpft mit einem lohnenden Radausflug – auch hinüber in die beiden Nachbarländer. Die geschützte Aulandschaft beidseits der Grenzen bietet sich nicht nur als Naherholungsgebiet für die örtliche Bevölkerung an, sondern wird sicher auch Naturliebhaber aus der Ferne anziehen,“ so Landesrat Dr. Stephan Pernkopf.

Der Natura Trail “March-Thaya-Zwickel” ist Teil eines Netzwerks von sechs Natura Trails, die das Naturerleben in Natura 2000-Gebieten am Grünen Band in Niederösterreich fördern. Die Projektwebsite bietet neben dem Download von Foldern und GPS-Daten auch die Möglichkeit, die charakteristischen Arten und Lebensräume mittels interaktiver Karten zu erforschen.

Natura Trail „Im westlichen Weinviertel“ in Retz eröffnet

Retz, 11. September 2010

Mit der Eröffnung des Natura Trails "Im westlichen Weinviertel" durch OSR Dir. Reinhold Griebler, Stadtrat und Tourismusvereins-Obmann Retz, ladet nun der zweite von sechs geplanten Themenwegen zum Naturerleben in den Natura 2000-Schutzgebieten im niederösterreichischen Grenzraum zu Tschechien und zur Slowakei ein. Das gemeinsame Projekt von Naturfreunde Internationale und Naturschutzbund NÖ will der Bevölkerung die Naturschönheiten in den Schutzgebieten entlang des Grünen Bandes nahe bringen.

Dort wo einst der Eiserne Vorhang eine unüberwindbare Grenze bildete, reihen sich heute zahlreiche Schutzgebiete von europäischer Bedeutung aneinander. Die so genannten Europaschutz- bzw. Natura 2000-Gebiete beherbergen eine besondere Vielfalt an Tieren, Pflanzen und Lebensräumen, die entlang der Natura Trails erlebt werden können. „Besondere Vielfalt bedeutet zugleich auch eine besondere Verantwortung für den Schutz von Natur und Landschaft“, die EröffnungsrednerInnen, die auch die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von Behörden, Gemeinden und Umweltorganisationen betonten. Ebenso wichtig sei es, die Naturschönheiten der Bevölkerung zu vermitteln – „denn man schützt vor allem das, was man kennt und schätzt“.

Vielfältige Trockenlebensräume zwischen Retz und Haugsdorf

Die Gegend um Retz zählt zu den trockensten Gegenden Österreichs und beherbergt vielfältige Lebensräume mit einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Dazu zählen zahlreiche auf die trocken-warmen Bedingungen spezialisierte, stark gefährdete Arten wie Sand-Strohblume, Böhmischen Gelbstern oder seltene Wildbienen und Schmetterlinge wie der Segelfalter. Der Natura Trail “Im westlichen Weinviertel” ist Teil eines Netzwerks von sechs Natura Trails, die das Naturerleben in Natura 2000-Gebieten am Grünen Band in Niederösterreich fördern. Die Projektwebsite bietet neben dem Download von Foldern und GPS-Daten auch die Möglichkeit, die charakteristischen Arten und Lebensräume mittels interaktiver Karten zu erforschen.

Natura 2000 erleben am Grünen Band

Im Jahre 2009, dem Gedenkjahr an den Fall des Eisernen Vorhanges vor 20 Jahren, wurde das Projekt „Natura 2000 erleben am Grünen Band“ in Kooperation von Naturfreunde Internationale und Naturschutzbund NÖ aus der Taufe gehoben und vom Land Niederösterreich im Rahmen eines Natura 2000-Wettbewerbes ausgezeichnet. Das aus Mitteln von Land NÖ, Bund und EU finanzierte Projekt verbindet zwei der größten, europaweiten Naturschutzvorhaben. „Am Grünen Band liegen bekannte, aber auch weniger bekannte Natur- und Kulturperlen aneinandergereiht, auf die wir mit insgesamt sechs Natura Trails aufmerksam machen wollen“, erklärt Mag. Margit Gross vom Naturschutzbund NÖ. „Wandern und Radfahren werden zunehmend moderner – ein Trend, den sich der Naturschutz zunutze machen kann“, ergänzt DI Andrea Lichtenecker von der Naturfreunde Internationale. „Eine breite Beteiligung der Bevölkerung schafft die Voraussetzung für eine Identifikation mit den Schutzgebieten und für einen positiven Dialog über Chancen, die Natura 2000 für Mensch und Natur bietet.“

Kontakt, druckfähige Fotos der Eröffnung und Bestellung der Folder (kostenlos):

Naturfreunde Internationale
DI Andrea Lichtenecker
Tel: (01) 89 23 877
E-Mail: nature@nf-int.org
www.nf-int.org

NATURSCHUTZBUND NÖ
Mag. Margit Gross
Tel: (01) 402 93 94
E-Mail: noe@naturschutzbund.at
www.noe.naturschutzbund.at

St. Pölten, 13. Februar 2009

Land Niederösterreich zeichnet Projekt von Naturschutzbund NÖ und Naturfreunde Internationale aus
 
Großer Jubel herrscht bei der Naturfreunde Internationale und beim Naturschutzbund NÖ: Am 13. Februar 2009 wurde ihr gemeinsam eingereichtes Projekt „Natura 2000 erleben am Grünen Band“ im Rahmen des Wettbewerbs  „Natura 2000 in Niederösterreich“ prämiert. Landesrat DI Josef Plank, der die Verleihung im Ostarrichisaal des Niederösterreichischen Landhauses vornahm, gratulierte den beiden Preisträgern und würdigte die Bedeutung lokaler und regionaler Initiativen, die Natura 2000 erfahrbar und erlebbar machen.

Das Projekt verbindet zwei europaweite Naturschutzvorhaben von bemerkenswerter Dimension: Einerseits Natura 2000, ein EU-weites Netzwerk von Schutzgebieten mit dem die europäische Artenvielfalt im Einklang mit den Bedürfnissen der Bevölkerung erhalten werden soll. Andererseits das Grüne Band, den längsten Biotopverbund Europas und zugleich Ort der Begegnung von Völkern, die einst der Eiserne Vorhang trennte, das heute eine Brücke zwischen den Schutzbemühungen beiderseits der Grenze bildet. Diese beiden Grundgedanken bei den Bewohnern und Besuchern des Grenzraumes zu verankern, ist Ziel des Projekts.

Seit 2004 ist der Naturschutzbund NÖ an der europaweiten Initiative „Grünes Band“ beteiligt, organisierte eine Pressefahrt und mehrere Exkursionen am 408 km langen Abschnitt in Niederösterreich, auch auf slowakischer Seite. „In diesem Zusammenhang entstand bei den Gesprächen mit unseren Projektpartnern die Idee, am Grenzverlauf eine Wanderroute zu errichten“, erzählt Geschäftsführerin Mag. Margit Gross. Vorbilder gibt es in unseren Nachbarländern mehrere, wo Wanderführer und Tourismusangebote zum sanften Reisen am Grünen Band  ermuntern – insbesondere im Gedenkjahr 2009, zum 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer und des Eisernen Vorhangs. Margit Gross: „Am Grünen Band liegen bekannte, aber auch weniger bekannte Natur- und Kulturperlen aneinandergereiht. Wir wollen mit diesem Projekt auf sie aufmerksam machen.“

Ebenfalls 2004 wurde das Natura Trail Projekt gestartet, welches das Naturerleben in Europas Schutzgebieten fördern und zugleich das Verständnis für den Schutz von Natur und Landschaft heben soll. „Natura Trails führen durch für eine sanfte Freizeit­nutzung besonders geeignete Schutzgebiete, informieren Einheimische und Besucher über die regionalen Besonderheiten und laden zu einer natur- und umweltverträglichen Freizeitgestaltung in der Region ein“, so DI Andrea Lichtenecker, Projektleiterin der Naturfreunde Internationale. „Wandern wird zunehmend moderner - ein Trend, den sich der Naturschutz zunutze machen kann.“ Die 22 bisher in Österreich errichteten Natura Trails sowie die von der UNESCO im Juni 2008 verliehene Auszeichnung des Natura Trail Projekts im Rahmen der UN-Dekade für nachhaltige Entwicklung, bestätigen dieses Konzept.

Am Grünen Band in Niederösterreich liegen acht Natura 2000-Gebiete. Alle sind von herausragender Bedeutung für das europäische sowie das niederösterreichische Naturerbe; zugleich sind einige von ihnen bereits beliebte Erholungsgebiete. In den als Nationalparks ausgewiesenen Natura 2000-Gebieten Thayatal und  Donauauen gibt es umfangreiche Exkursionsprogramme. Der Wert der restlichen sechs Natura 2000 Gebiete – die Moor- und Teichlandschaft des Waldviertels, das Westliche Weinviertel, die Weinviertler Klippenzone, die March-Thaya Auen, die Pannonischen Sanddünen und die Hundsheimer Berge – ist weder den Einheimischen noch den Gästen in vollem Umfang bewusst. Im Rahmen des preisgekrönten Gemeinschaftsprojektes ist unter Beteiligung der Bevölkerung die Errichtung von sechs Natura Trails in den Natura 2000-Gebieten am Grünen Band geplant, die mit einem multimedialen Ansatz (Folder, Infotafeln, Internet) die charakteristischen Arten und Lebensräume des Grünen Bandes erlebbar machen sollen. Zahlreiche regionale Aktivitäten wie geführte Wanderungen oder Informationsveranstaltungen sollen das Angebot ergänzen.

Nähere Informationen zum Projekt:

Naturfreunde Internationale
DI Andrea Lichtenecker
Tel.: 01/892 38 77-17
andrea.lichtenecker@nf-int.org
 
Naturschutzbund NÖ
Mag. Margit Gross
Tel. 01-402 93 94 bzw. 0676-76067 99
margit.gross@naturschutzbund.at